Ruhe im eigenen Garten finden

Japanische Gartenkunst
Stille und ruhige Ordnung gehört zu den Grundideen ostasiatischer Gartenanlagen, insbesondere auch zu den japanischen Hausgärten. Natürlich kann man in Europa und den hier so völlig anderen Klimaverhältnissen kaum echte japanische Gartenkunst verwirklichen, leicht abgewandelt lassen sich aber wenigstens Teile dieser Gedankenwelt auch in unsere Gärten übernehmen.Blätter in allen Formen bestimmen das Bild
Wichtig ist zunächst die Abgeschlossenheit des Gartens. Mit einer etwa 1,90m hohen immergrünen Hecke oder einer hell gestrichenen (Naturstein-) Mauer ist der Garten völlig vor Einblicken geschützt, und fast alle störenden Einflüsse aus der Umgebung werden draußen gehalten. Ein weiteres entscheidendes Element ist das Wasser im Garten. Das könnte ein kleiner Wasserlauf sein, der sich von einem Hügel her seinen Weg zwischen Felsenbrocken hindurch zum Teich bahnt. Ein Symbol für das Leben, das ewig weiterfließt.Ein Synonym für Ruhe ist auch ein Teich, der mit japanischen Kois besetzt ist. Farbenfrohe Kois sind seit vielen Jahren die beliebtesten Bewohner in größeren und kleineren Gartenteichen.Terrassedn und Wege
Ebenfalls zur japanischen Gartengestaltung gehört eine geräumige Terrasse mit großem, weißem Sonnenschirm, hier und da ein kleiner Brunnen oder dezente Beleuchtung und einem schmalen Kiesweg, der zu einem weiteren gemütlichen Sitzplatz im hinteren Garten führt. Viele anschauliche Dekorationen und Anregungen für die Gestaltung des Gartens bekommen Sie in unserer Kategorie Gartengestaltung.Den verbleibenden Raum des Gartens teilen sich Zwergsträucher und Stauden, die in erster Linie nach der Blattform ausgesucht werden, denn Grüntöne in den verschiedensten Nuancen bestimmen, wie im Japanischen Garten, das farbliche Grundthema. Pflanzen Sie auch Gehölze, welche sich im Herbst mit buntgefärbtem Laub schmücken. Purpurrot leuchten beispielsweise die Blätter des Spindelstrauches, goldenviolett die Amberbäume. Nur wenigen ausgesuchten Blütenpflanzen ist der Aufenthalt in diesem Garten gestattet, um farblich wechselnde Akzente zu setzen, wie beispielsweise Hortensien, Rhododendren oder Pfingstrosen. Auch die japanischen Azaleen `Diamant Rosa` und `Rosalind` dürfen nicht fehlen.
Ein Gartenzaun sorgt für Ruhe
Hat man sein Hauptziel erreicht, sich einen Platz zu schaffen, an den man sich in aller Ruhe zurückziehen kann, dann möchte man dabei nicht beobachtet werden. Wer viel Gartenarbeit betreibt, möchte sich schließlich auch mit ausreichend Entspannung dafür belohnen. Allzu neugierige Blicke von Nachbarn oder auch von Passanten können da störend sein. Ein Gartenzaun kann da Abhilfe schaffen.Noch besser kann eine Hecke diesen Zweck erfüllen, denn sie ist nicht nur Sicht- sondern auch Lärmschutz. Der Nachteil ist allerdings, dass eine Hecke schon eine geraume Zeit benötigt, um alle Anforderungen zu erfüllen. Letztendlich zahlt sich das jedoch durch mehr Lebensqualität aus.
So ist dieser Garten, ob Sie darin arbeiten oder ihn nur faulenzend genießen, ein Ort der Ruhe und inneren Zwiesprache und gibt Ihnen immer wieder Kraft für die Arbeit des nächsten Tages.
Text: Tipps24-Netzwerk - HR
Bild©: Rainer Sturm / pixelio.de