Weihnachtsbaum mit oder ohne Wurzeln?

Weihnachtsbäume bleiben mit Wasser länger frisch
Normales Leitungswasser ohne Zusatz reicht aus, um den Weihnachtsbaum frisch zu halten, damit er nicht nadelt. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin. Der Zusatz von Zucker bei Blau- und Stechfichten schadet den Bäumen nicht; länger frisch bleibt der Weihnachtsbaum damit aber auch nicht. Das gilt auch für Frischhaltemittel.
Die Landwirtschaftskammer rät davon ab, den Weihnachtsbaum trocken über die Festtage stehen zu lassen oder Frostschutzmittel zu verwenden. Wird dem Wasser Glyzerin zugesetzt, verfärbt sich der Baum braun-rot. Außerdem bilden sich im Wasser Schimmelpilze. Die Landwirtschaftskammer empfiehlt weiterhin, den Weihnachtsbaum-Ständer immer mit genügend Wasser zu füllen. Gerade die Fichte reagiert auf fehlendes Wasser mit vorzeitigem Nadelfall. Weihnachtsbäume, die in beheizten Räumen stehen, können bis zu einem Liter Wasser in drei Tagen ziehen. Deshalb sollte immer der Wasserstand kontrolliert werden.
Der Weihnachtsbaum sollte weiße Schnittstelle haben!
Um lange Freude am Weihnachtsbaum zu haben, sollte man beim Kauf auf Frische achten. Ein frisch geschlagener Baum ist an der weißen Schnittstelle zu erkennen. Bei Bäumen, die schon länger gelegen haben, wird die Schnittstelle grau. Deshalb ein Tipp von der Landwirtschaftskammer: Bevor der Baum aufgestellt wird, am besten noch einmal ein Stück von der Schnittstelle absägen (wie bei gekauften Schnittblumen für die Vase), damit der Baum das Wasser besser aufnehmen kann.Nordmanntanne wächst nur selten im Garten an
Eine Alternative zum Baumständer ist natürlich ein Weihnachtsbaum mit Topf. Durch die verbleibenden Wurzeln kann der Baum noch genügend Wasser aufnehmen, um auch unter Wohnraumtemperaturen frisch bis ins neue Jahr zu bleiben. Voraussetzung ist natürlich auch hier das regelmäßige Gießen. Von einem späteren Auspflanzen in den Garten ist aber vor allem bei der Nordmanntanne abzuraten, da sie eine Pfahlwurzel bildet, die bei der Ballenentnahme so stark geschädigt wird, dass keine Anwachsgarantie gegeben werden kann.Text und Bild: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen